Presse
Tabuthema, das viele betrifft
Schmidgaden. Der Chirurg und Proktologe Dr. Karl-Heinz Deckert aus dem Kompetenzzentrum für Proktologie aus Nabburg referierte auf Einladung des Katholischen Frauenbundes in Rottendorf über das heikle Thema "Enddarmleiden".
Viele Menschen leiden unter Enddarmbeschwerden mit Symptomen wie beispielsweise Juckreiz, Brennen, Nässen oder unkontrolliertem Abgang von Stuhl. Chronische Verstopfung oder Durchfall zählen ebenfalls zu den oftmals geäußerten Beschwerden der Betroffenen.
Durchschnittlich jeder zweite Mitteleuropäer sei davon betroffen, betonte der Referent. Ursachen für Darmleiden seien Alterungsprozesses, Belastungen des Beckenbodens zum Beispiel durch Schwangerschaften - Alltagsstress, Vererbung, mangelnde Bewegung, aber auch falsche Essgewohnheiten mit zu wenig Ballaststoffen.
Dr. Karl-Heinz Deckert. Bild: hfz
Obwohl es viele Betroffene gibt, deren Lebensqualität durch das Darmleiden stark beeinträchtigt sei, sei es selbst in unserer aufgeschlossenen Zeit noch immer ein Tabuthema. Aus Scham suchen Patienten keinen Proktologen auf, sondern versuchen, mit Selbstmedikation ihr Leiden in den Griff zu bekommen meist jedoch ohne Erfolg. Sie gehen nach Worten des Referenten damit
das Risiko ein, dass dadurch ernsthafte Erkrankungen des Darmes wie Darmkrebs nicht rechtzeitig erkannt und behandelt werden können. Den interessierten Zuhörern stellte der Proktologe ausführlich zahlreiche Krankheitsbilder wie Analvenenthrombose, Rektumprolaps, Analfisteln und die Untersuchungsmethoden anschaulich dar - wie beispielsweise bei Hämorrhoidalleiden verschiedene Behandlungsmethoden je nach Stadium der Erkrankung bis hin zur ambulanten Operation mit Laser.
Moderne Behandlungsverfahren wie Hämorrhoidal-Arterien-Ligatur (HAL) und die Rekto-Anal-Repair (RAR) seien sanfte, schmerzarme und organschonende minimal-invasive Behandlungsmethoden, die es dem Patienten ermöglichen, schon am nächsten Tag seine Arbeitsfähigkeit wieder aufzunehmen und am Alltagsgeschehen teilzunehmen. Im Anschluss an den Vortrag beantwortete Dr. Deckert noch offene Fragen der Zuhörer
Quelle: Der Neue Tag, 07.06.2011
Volksleiden mit Folgen
Nabburg. Einblick in die Diagnostik und Therapie von Venen-erkrankungen gab es beim Vortragsabend des Frauenbundes. Dr. Karl-Heinz Deckert, Facharzt für Chirurgie und Proktologie, der seine Praxisklinik im Krankenhaus Nabburg betreibt, hatte interessante Informationen parat.
Der Facharzt erklärte anschaulich die Bedeutung des Gefäßsystems für den gesamten Organismus. Deckert bezeichnete Venenerkrankungen als Volksleiden. Es seien 20 Millionen Menschen betroffen, davon ließen sich aber nur zehn Prozent behandeln. Viele Menschen leiden unter Folgeschäden. Es können Geschwüre am Unterschenkel auftreten, die sehr schwer heilen, auch könne eine Thrombose entste-
hen, die im schlimmsten Fall zu einer tödlichen Lungenembolie führen kann.
Der Mediziner informierte auch über die Entstehung von Krampfadern. Zu der kleinsten Form dieser Venenerweiterung zählen die sogenannten "Besenreiser". Erbliche Belastung, Übergewicht, Schwangerschaft, sowie langes Stehen und Sitzen wurden als Gründe aufgezählt. Deckert veranschaulichte an Hand von Bildern die verschiedenen Stadien einer Erkrankung und betonte, wie wichtig eine frühzeitige Diagnose sei. Er empfahl ein operatives Entfernen der oberflächlichen Venen, was heutzutage vollkommen problemlos sei.
Quelle: Der Neue Tag
Mit einer chirurgischen Praxis am Krankenhaus in Nabburg tätig:
Dr. Karl-Heinz Deckert.
Tages-Chirurgie für alle Patienten
Nabburg. (arn) Die chirurgische Tagesklinik
arn Krankenhaus in Nabburg
betreibt die gemeinnützige
Kranken- hausgesellschaft des Land-
kreises
in Zukunft nicht mehr in Eigenregie.
Stattdessen eröffnet der
Arzt Dr. Karl-Heinz Deckert, der aus
einer Schwandorfer Gemein- schaftspraxis
kommt, zum 18. August eine
chirur-gische Facharzt-praxis mit Tagesklinik.
Das gab Mathias Rauwolf,
Ge- schäftsführer der Kran- kenhaus GmbH,
am Don- nerstag auf Nachfrage
der NT-Redaktion bekannt.
Mit der Veränderung geht laut Rauwolf eine Erwei-
terung des medizinischen
Leistungsspektrums ein- her.
Außerdem werde eine immer wieder
zu hörende Forderung aus der Ärzteschaft
erfüllt. Denn in die neue Praxis
können nun die niedergelassenen
Mediziner der Region auch kassenversicherte
Pati- enten einweisen. Dr.
Deckert besitzt nämlich die notwendige
kassenärzt-
liche Zulassung.
Diese Zulassung gab es an der Tagesklinik,
die nach der Schließung
der chirurgischen Hauptabtei-
lung
während der Klinikreform eingerichtet
worden war, bislang nicht. Deshalb
konnten nur Notfälle und Behand-
lungen von Privatpati- enten abgerechnet wer- den, was die Wirtschaft- lichkeit nicht förderte.
Die Notfallarnbulanz besteht nach Angaben der Geschäftsführung weiter- hin. Professor Dr. Gerhard Chocholouschek, der die Tagesklinik bisher leitete, bleibt bis zum Jahresend in anderer Funktion am Haus. Denn solange läuft sein Vertrag mit der Krankenhaus-GmbH noch.
Den Erhalt und die Umstellung der Tages-Chirurgie bewertete Bürgermeister Armin Schärt! als positiv.
Quelle: Mittelbayerische Zeitung
Krampfadern problemlos entfernen
Pfreimd. (dma) "Venenerkrankungen, sogenannte Varikosis, sollten auf keinen Fall auf die leichte Schulter genommen werden. Um Folgeschäden und Komplikationen auszuschließen, ist eine Untersuchung durch einen Facharzt unbedingt erforderlich" appellierte Chirurg Dr. Karl Heinz Deckert an die Zuhörer. Er sprach über Gesundheitsprophylaxe, speziell von Venenerkrankungen und deren Folgen kürzlich m Gasthof "Wilder Mann" in Pfreimd.
Volksleiden
Der Facharzt erklärte anschaulich die Bedeutung des Gefcißsystems für den gesamten Organismus. Deckert bezeichnete Venenerkrankungen nahezu als Volksleiden. So seien 20 Millionen Menschen betroffen, davon ließen sich zehn Prozent behandeln.
Als Folge davon würden etwa 1,5 Millionen Menschen an schweren Folgeschäden leiden. So könnten Geschwüre am Unterschenkel auftreten, die sehr schwer zu heilen seien, auch könne eine sogenannte Thrombose entstehen, die im schlimmsten Falle zu einer tödlich Lungenembolie führen könnte.
"Abwasserleitung"
Für den Laien verständlich, sprach der Facharzt die Aufgaben des Blutkreislaufes an. Den Venen falle dabei die Aufgabe einer ,,Abwasserleitung" zu. "Wenn Venen nicht richtig funktionieren sind die Lymphgefäße überfordert, was zu einem verminderten Abtransport
Der Chirurg Karl Heinz Deckert (rechts) sprach auf Initiative von Apotheker
Wolfgang Endres in Pfreimd über Venenerkrankungen und gab Tipps zur
Prophylaxe.
von Schacken und Giftstoffen im Körper führt." Er bezeichnete das Venensystem als Klimaanlage und Blutspeicher.
Stadien der Erkrankung
Der Mediziner informierte auch über die Entstehung von Krampfadern. Erbliche Belastung, Übergewicht, Schwangerschaft sowie langes Stehen oder Sitzen wurden als Gründe aufgezählt. Deckert veranschaulichte anband von Bildern die verschiedenen Stadien einer Erkrankung und betonte wie wichtig eine frühzeitige Diagnose sei. Er empfahl eine operatives Entfernen der oberfläch-
lichen Venen, das heutzutage vollkommen problemlos sei.
Das Tragen von Kompressions-
strümpfen
sei unumgänglich. Die
Kosten für die Operation und die
Strümpfe übernähmen die Krankenkassen,
wohingegen die Behandlung
von Besenreisern als kosmetisches
Problem gesehen würden. Die Lasertherapie
eigne sich für leichte Erkrankungen.
Unterstützend empfaW
Deckert die Einnahme von Rosskastanienextrakt.
Vor langen Flugreisen
sollten niedermolekulare Heparine
gespritzt werden, die das Thromboserisiko
senken.
Quelle: Der Neue Tag
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